Meine Ausbildung zum schweizerisch anerkannten Hufpfleger habe ich bei

LTZ -Lerninstitut Zanger absolviert, mit Schwerpunkt Biomechanik.

 

 Weiterbildung:

 10.12.2017

 Futter-Experte für Pferde 

 

 Februar 2019

 Pferdemassage (Frau Dr. Ursula Gertsch)

 Oktober 2019

 Bearbeitung Eselhufe (Frau Rosi Schnitzenbaumer)

 

Ab Juni 2019 werde ich mich noch einer 2 jährigen Ausbildung für Tiershiatsu        Massage widmen

 

 

 

 

 

Unten können Sie bei Interesse meine Facharbeit zur Mustang Rolle lesen.

 

 

 

Mustang Rolle

 

 

Mustang Rolle ist eine bestimmte Huf-Form, die man bei den wild lebenden Mustangs in Amerika findet. Durch das Gelände in dem sie leben, wird das Huf auf ganz natürliche Weise geformt, gekürzt und abgeschliffen.

 

 

 

                                         Bildergebnis für bilder mustangpferde

 

 

Eine Form wie wir sie bei unseren domestizierten Hauspferden nicht finden, da die Umgebung und Haltung in den meisten Fällen nicht gegeben ist.

 

Bei Barhufpferden sind wir „die Barhufpfleger“ gefordert um unseren Hauspferden einen Huf mit der bestmöglichsten Bearbeitung zu bieten. Es hängt viel davon ab, ob ein Pferd gesunde Hufe hat.

 

  • Ernährung

  • Bearbeitung
  • Haltung

     

Dies sind nur einige Punkte die beachtet werden sollten. Und jeder, sei es Barhufpfleger, Hufschmied oder auch Besitzer sollte sich dies zu Herzen nehmen.

 

 

                                                

 

 

Denn: Wir lieben unsere Pferde doch!

 

 

Mustang Rolle nennt sich die amerikanische Barhufbearbeitung die im Jahre 1992  durch das Buch von Jaime Jackson ihren Anfang fand.

 

Die Erfahrungen machte er in der Nähe der Rocky Mountains wo er Herden von Wildpferden beobachtete. Von diesem Moment an verschrieb er sich der Barhufpflege.

 

Es wurde sehr schnell Bewusst, dass die Idee und Faszination in der Barhufpflege zu sehen war.

 

Zitat Jaime Jackson:

 

Mir wurde zum ersten Mal die Realität von Hochleistungsbarfüssigkeit bewusst.

 

 

Bedeutung: Wenn das Pferd sich auf  seinen unbeschlagenen Hufen mit optimaler Tüchtigkeit ganz natürlich bewegt.

 

Die Natur hat alle Pferde ob wild oder domestiziert so ausgerüstet. Da stellt sich die Frage, wieso denn einige unserer Hauspferde so „kranke“ Hufe haben das man sie nicht Barhuf lassen kann.

 

Der Grund kann das enge Eingesperrt sein, falsche Hufbearbeitung oder Schmiedearbeit. Auch die Ernährung kann ein Einfluss haben.

 

Die Idee von NHC (Natural Hoof Care) ist aber noch lange keine Hufbearbeitungsmethode.

 

Es fängt damit an, dass wild lebende Pferde in verschiedenen Lebensräumen auf völlig verschiedene Hufformen hinweisen. Von eng, weit, ausgebrochen oder auch flachen Hufen. Die Jahreszeit spielt auch eine erhebliche Rolle. Keine zwei Pferde sind identisch, kein Huf gleich wie der andere. Die Auffassungen über den Hufmechanismus dienen bei NHC im Wesentlichen als Argumentationshilfe gegen jegliche sogenannte Weide-Bearbeitung. Man findet keine direkte Bearbeitungsanweisung. Massstab für die Trimmregel (Raspeln) ist ausschliesslich die Form des Hufes. Das Aussehen, die Struktur des natürlich geformten Hufes leitet man direkt vom Wildpferde Modell ab. Bei der Variante NHC versucht man lediglich die natürliche Abnützung was man bei den Wildpferden findet nachzumachen. Der natürlich geformte Huf entwickelt sich mit dem individuellen Erscheinungsbild und dem Temperament  des Pferdes. So ahmt die Bearbeitung der Hufe nach NHC den natürlichen Abrieb nach, wie es bei den Wildpferden vorkommt.

 

Die Aufgabe besteht also darin, dass man dem Hauspferd die Hufe so bearbeitet wie es die Natur bei den Mustangs vorgibt. Abnutzungskräfte der rauen Natur zu imitieren und somit den Hauspferdehuf zu veranlassen, einen Hochleistungsbarhuf zu entwickeln.

 

 

Zitat dazu von Jaime Jackson:

 

 Belasse das, was von Natur aus das sein soll.

 

Nimm nur das weg, was sich in der Wildnis natürlich abnützen würde.

 

Lass wachsen, was in der Natur da sein sollte, jedoch wegen unnatürlicher Kräfte nicht da ist…

 

 

 

                 http://3.bp.blogspot.com/-m3kDEzJaR-8/T5HQZ_k-rbI/AAAAAAAABWY/lx-CMBefBdc/s400/IMG_2995.JPG                                 https://www.thehorseshoof.com/pix/HC_BadRoll2.jpg

 

                  Foto by: memoirsofahorsegirlblog                                              Foto by: thehorseshoof.com

 

 

Die Bearbeitung nach NHC sieht 6 Schritte vor. Was sich bis zu Schritt 4 mit dem der unsrigen Hufbearbeitung praktisch identisch zeigt. Ab da kommt dann die sogenannte Mustang Rolle.

 

Dabei wird der untere Teil des Hufes sehr stark zurück geraspelt und die Kannte am Huf wird abgerundet.

 

 

Radius Rasp (RR-2)

 

                                                                                Foto by: Jaime Jackson

 

Darum muss die Mustang Rolle abschliessend mit Sandpapier gründlich gerundet und geglättet werden.

 

 

Hoof Buffer (HB-1 )

 

                                                                                Foto by: Jaime Jackson

 

 

Sie soll sanft und rund aussehen und nicht „Bullnasig“, es soll dem Pferd das abrollen erleichtern, weniger Ausbrüche hervorrufen und sogar zur Heilung von Hufspalten helfen.

 

Faktisch hat dabei nur der weichste Teil des Tragrandes Bodenkontakt, weshalb er sich auf hartem Boden schnell abreibt und den kompletten Huf auf den Sohlenrand setzt. Anscheinend eine prima Bedingung zu „Verdichtung“. Für unsere Hauspferde jedoch alles andere als komfortabel und bequem.  

 

 

                                                                       

 

                     Foto by: tribeequus.com

 

 

Dieses Programm geht nicht auf. Der natürliche Abrieb, wie er in der Natur vorkommt ist nicht dasselbe wie die tatsächlich tägliche Benutzung der Hufe von unseren Hauspferden. Die Fohlen der Wildpferde wachsen von Geburt an in Terrain auf was die Hufe stark und hart macht, ihnen die Naturhufe formt. Was wir als die Mustang Rolle bezeichnen.

 

 

Hauspferde die in jungen Jahren auf verschiedenen Böden und Terrain aufwachsen, können einen nahezu in diese Richtung starken Huf entwickeln. Jedoch wird er nie an den Wildpferdehuf herankommen. Das lassen schon unsere wirklichen Lebensumstände nicht zu.

 

So sieht es auch der amerikanische Barhufpfleger Jaime Jackson. Laut der Veröffentlichung „Der Aufruf zu Paddock Paradiese ist dringend“ haben viele Naturhufpfleger auf die harte Art und Weise erfahren, dass unnatürliche Pferdehaltungen (enge und dunkle Boxenhaltung, zu grüne Weiden und unnatürliche Ernährung) unsere Bemühungen untergraben, gesunde und natürlich geformte Hufe zu bilden und zu stimulieren.

 

Mit der Zeit hat man dann verstanden, dass natürliche Abnutzung nur durch natürliches Verhalten, wie wir es von der Wildnis und nur selten von Hauspferden sehen, entstehen kann und zu einem geringen Ausmass durch die Einwirkung der Umgebung kombiniert wird. Um Natural hoff care anzuwenden muss auch das Haltungssystem mit einbezogen werden.

 

Eine gute Lösung dazu kann ein Trail mit verschiedenen Böden sein, der die Nachahmung der Wildnis zu einem kleinen Teil imitiert. Was jedoch nicht überall gegeben ist. Sei es aus platzgründen oder auch durch Unwissenheit.

 

 

 Fakt ist, jedes Pferd hat die Hufe die es hat. Unsere Aufgabe besteht darin, allen Pferden mit der Behandlung am Huf das bestmöglichste zu bieten.

 

 

 

                                         

 

      Foto by: hufpfleger-bmg.ch                                                  Foto by: hufpfleger-bmg.ch